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Die dinx Spiele-Empfehlungen

Spiel des Monats März: Manila

Der Schwarzmarkt auf den Inseln vor Manila floriert... Die bis zu 4 Spieler/innen versuchen, die wertvollen Waren Muskat, Jade, Ginseng und Seide auf Frachtkähnen in den Hafen von Manila zu befördern und dabei ihr großes Glück zu machen. Allerdings ist die Seetüchtigkeit der Frachtkähne fragwürdig und die Gefährlichkeit der lauernden Piraten nicht zu unterschätzen...Da hilft nur eins: Wetten abschließen, welche Kähne es wohl in den Hafen schaffen werden...

Zu Beginn des Spieles erhalten alle Spieler/innen drei bzw. vier Spielfiguren derselben Farbe, die sogenannten Komplizen, eine Stange Pesos und zwei Aktienscheine, die ihnen einen Anteil an den gehandelten Waren sichern. Zu Beginn jeder Seefahrt wird zunächst der Hafenmeister ermittelt. Dieses Amt kann man sich (teuer) erkaufen. Nur der Hafenmeister darf weitere Aktienanteile erwerben und drei der vier Waren auf die bereitstehenden Frachtkähne laden.
Nun haben reihum alle Spieler/innen folgende Möglichkeiten:

Entweder sie schleusen ihre Komplizen gegen Bezahlung an Bord der Kähne und beteiligen sich bei einer erfolgreichen Überfahrt am Gewinn,
oder sie setzen ihre Komplizen auf Hafen- oder Werftfelder und erhalten Pesos, wenn die Frachtkähne in den Hafen bzw. in die Werft kommen,
oder sie versuchen als Versicherungsmakler Prämien zu kassieren,
oder sie beeinflussen die Strömung im Hafenbecken von Manila, indem sie sich einen Platz als Lotsen erkaufen,
oder sie lauern als Piraten auf die passende Gelegenheit die Frachtkähne zu entern oder sogar zu plündern.
Da jede/r Spieler/in drei bzw. vier Komplizen hat (je nach dem wieviele Spieler/innen mitspielen), können auch mehrere der oben genannten Möglichkeiten gewählt werden.

Wie die Überfahrt der Kähne vor sich geht, entscheidet der Würfel...Es gibt drei Würfelrunden, in der die Frachtkähne bis in den Hafen kommen können. Vom Ausgangspunkt der Kähne bis in den Hafen sind es 13 Felder.
Die Waren, die auf den Kähnen transportiert werden, die in den Hafen von Manila gelangen, steigen um je 5 Pesos an Wert, d.h. auch die jeweiligen Aktienscheine der Spieler/innen. Auch die Komplizen, die sich auf diesen Kähnen befinden und diejenigen, die sich auf ein Hafenfeld gesetzt haben, bringen Pesos nach Hause, da sie am Gewinn beteiligt sind.
Die Frachtkähne, die es nicht bis in den Hafen schaffen, müssen in die Werft zur Reparatur. In diesem Fall erhält nur derjenige Komplize, der sich auf das Werftfeld gesetzt hat, Pesos.
Der Versicherungsmakler erhält gleich 10 Pesos, muss aber die Reparatur in der Werft zahlen, falls sich ein Kahn nicht in den Hafen retten konnte.
Dem Würfelglück kann man als Lotse ein wenig nachhelfen und vor dem dritten Würfeln einen Frachtkahn um ein bzw. zwei Felder nach vorne oder zurück schieben.
Die Piraten lauern genau beim 13. Feld auf die Frachtkähne. Falls ein Kahn auf dem 13. Feld stehen bleibt, können die Piraten den Kahn entern bzw. plündern. Entern heißt, sie springen auf den Kahn und beteiligen sich am Gewinn. Plündern heißt, sie werfen alle bereits auf dem Kahn befindlichen Komplizen über Bord und erhalten den gesamten Gewinn.

Nach den drei Würfelrunden ist der erste Durchgang zu Ende. Pesos werden ausbezahlt, die Komplizen wieder zu sich genommen, die Kähne entladen und das Ganze beginnt von vorne: das Amt des Hafenmeisters wird neu verkauft, neue Aktienscheine werden gekauft, die Kähne beladen und los geht der spekulative Wettstreit um die sichersten Plätze in den Kähnen und die wertvollsten Waren.
Bei akuter Geldnot dürfen auf die Aktienscheine Hypotheken aufgenommen werden. Pro Aktienschein erhält man 12 Pesos, muss sie aber um 15 Pesos wieder zurück kaufen.

Das Spiel endet, sobald die Aktienscheine einer Ware den Wert von 30 Pesos erreicht hat. Die Spieler/innen zählen ihre Pesos und den Wert ihrer Aktienscheine. Wer am meisten Gewinn gemacht hat, hat gewonnen.

"Manila" ist ein spekulatives, flottes Spiel mit vielen Überraschungen und unterwarteten Wendungen. Trotz (oder vielleicht gerade wegen) des hohen Glücksanteils bleibt es immer spannend und unterhaltsam. Die Spieler/innen können das Spiel teilweise durch ihre geschickt platzierten Komplizen und dem Erwerb des Hafenmeisteramtes zu ihren Gunsten beeinflussen, der Ausgang des Spieles hängt aber von den Würfeln ab. Das sehr ansprechend gestaltete Spielfeld mit den Holzkähnen und den robusten Spielfiguren, sowie den einfach gehaltenen Aktienscheinen runden das Spiel ab und machen es zu einem sehr empfehlendswerten, unterhaltsamen und ca. einstündigen Wettspiel mit einem interessant – exotischen Thema.

Verlag: Zoch [www. zoch-verlag.com]
Autor: Franz-Benno Delonge
Erscheinungsjahr: 2005
SpielerInnen: 2 - 5
Alter: ab 10 Jahren
Dauer: ca. 60 Minuten

 

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